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Autor: Rainer Hoppe
Datum: 29.01.2012
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Strom und Gas: 30 Prozent Preisanstieg droht

Wie auf Silvester Neujahr folgt, so ist auch dies ein jährlich wiederkehrende Ritual: Prämien aller Art wie Versicherungsprämien, öffentliche Gebühren wie auch die Kosten für Strom und Gas steigen. Gerade die Strom- und Gasanbieter, die uns mit Strom und Gas beliefern, haben eine erneute Preisrunde angekündigt. Bundesweit haben alleine zum Jahresstart 2012 über 100 Stromversorger die Preise zum Teil erheblich erhöht. Gegenüber dem Vorjahr ergeben sich so Preissteigerungen von 3,5 Prozent bei Strom und stolzen 6 Prozent für den Bezug von Gas.

Die großen Versorger wie RWE und E.ON haben diesen Preisanstieg diesmal nicht eingeläutet. Viele kleine Versorger haben diese Preisrunde genutzt, um die Preise über zehn Prozent zu erhöhen. Dass die Preise von den Branchenriesen nicht angehoben werden - davon ist eher nicht auszugehen. Bis zum Ende der Heizperiode sichern einige großen Anbieter von Strom und Gas noch feste Preise zu, doch die kommende Heizperiode wird kommen. Und das Loch im Geldbeutel damit immer größer. Es ist offensichtlich, dass die kurzzeitige Unterbrechung der Preisspirale durch die Finanzkrise 2008 eingeleitet wurde. Mit unter spürbar senkten einige Unternehmen aufgrund der geringeren Einkaufskosten die Preise für die Verbraucher. Andere Anbieter gaben diese Preisnachlässe nicht an ihre Kunden weiter. Durch die steigende Nachfrage aus Ländern wie Indien und vor allem China, deren Energiehunger scheinbar wieder unbegrenzt steigt, lässt die Nachfrage an den Energiemärkten und somit die Preise steil nach oben steigen. Neben der gesteigerten Nachfrage nach Rohstoffen lässt auch die von der Bundesregierung eingeführte Energiewende durch die Umlage für erneuerbare Energien die Preise ansteigen. Bis zum Jahr 2020 sollen sich die Preise für Strom und Gas, so gehen einige Energieexperten davon aus, sich noch einmal um fast 60 Prozent erhöhen. Bezogen auf einen Vier-Personen-Haushalt würde dies einer Preissteigerung von über 500 Euro für ein Bezugsjahr bedeuten.

Vor allem dem Gasmarkt stehen rasante Preissteigerungen bevor. Nach einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kerney sollen die Gaspreise auf den europäischen Märkten um 30 bis 40 Prozent zulegen. Wegen der weltweiten Überkapazitäten soll dann jedoch eine kurzfristige Erholung des Gaspreises folgen, doch die Preise sinken auf keinen Fall auf die Preise von heute oder gar tiefer.

Verbraucherschützer und sogar die Bundesnetzagentur empfehlen den privaten wie geschäftlichen Konsumenten immer wieder einen Anbieterwechsel. Leider scheuen oftmals private Verbraucher diesen Schritt. Fast 43 Prozent der privaten Haushalte war der Behörde zufolge im Jahr 2010 noch im teuren Grundversorgertarif. Den Wechsel in einen besseren Tarif des lokalen Versorgers haben rund 41 Prozent der privaten Verbraucher vorgenommen. Lediglich 15 Prozent der Verbraucher hat zu einem günstigen Gas- und Stromanbieter gewechselt, teilte die Behörde mit. Somit wird verständlich, warum nicht nur die Branchenriesen ihre Preise beliebig erhöhen können. Durch den mangelnden Wechselwillen ist die Anzahl der Kunden und somit die Einnahmen gesichert. Die Gründe, warum hauptsächlich die privaten Haushalte so zögerlich zu einem günstigen Strom und Gas-Anbieter wechseln, sind bekannt. Konkurs des Versorgers und somit die Angst ohne Strom oder Gas Wintertage verbringen zu müssen, ist der meistgenannte Grund. Auch Verträge, die undurchschaubar sind, werden häufig genannt. Durch Preisvergleichs-Angebote, die im Internet zu finden sind, sind die Verträge nebeneinander dargestellt. Dort werden die Tarife der einzelnen Versorger transparent angezeigt. Kündigung und alle Formalitäten des Wechsels übernehmen meist die neuen Anbieter aus Gründen des Services. Die Ersparnis, die mehrere hundert Euro pro Bezugsjahr ausmachen kann, steht nur wenige Eingaben im Preisrechner gegenüber.

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