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Infos zum Artikel
| Autor: |
Mark Heinemann |
| Datum: |
15.08.2010 |
| Views: |
1268 |
Bewertung
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Bewertung des Artikels Durchschnittlich 2 von 5 bei 11 Bewertung(en) |
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Miele Geschirrspüler als langsame Trendsetter |
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Es gibt sicherlich viele Gründe, die für oder gegen einen Miele Geschirrspüler sprechen. Dafür sprechen beispielsweise die professionelle Erfahrung und die intensive Entwicklungsarbeit der Miele Ingenieure. Miele Geschirrspüler sind in Sachen Leistung oft den meisten Konkurrenten um mehr als nur eine Nasenlänge voraus. Manchmal kommt aber auch ein Entwicklungsschritt heraus, der sich als Flop oder Sackgasse entpuppt.
Gegen die Großgeräte von Miele spricht meist der Preis. Das Miele Programm fängt ungefähr da an, wo bei anderen Herstellern das Angebot aufhört. Und nicht immer ist bei Miele das Preisleistungsverhältnis der Geschirrspüler noch zu erklären. Das ist natürlich vor allem dann ein Problem, wenn die Ansprüche nicht gar so hoch sind. Ein Miele Geschirrspüler macht letztlich auch nichts anderes als ein Gerät eines namenlosen Herstellers: Er spült Geschirr. Ob man die feinen Unterschiede zu schätzen weiß, ist ungefähr die gleiche Fragestellung wie die Entscheidung für ein Mercedes Oberklasse Modell und gegen einen Fiat Panda. Beide bringen die Fahrgäste von A nach B. Die Unterschiede liegen im Detail und nicht jeder ist bereit, für Luxus draufzuzahlen. Allerdings sprechen (beispielweise) für den Mercedes Sicherheitsmerkmale.
So kann man auch beim Geschirrspüler einen Aspekt finden, bei dem Miele in der Vorreiterfunktion ist. Dabei geht es um die Geräuschbelästigung. Die Geschirrspüler von Miele sind teurer, aber überwiegend auch deutlich leiser. Die Unterschiede werden in den technischen Daten oft nicht so richtig deutlich. Wenn ein Miele Geschirrspüler nur 41 dB (A) Betriebslärm entwickelt und ein Konkurrenzmodell für den halben Preis aber 47 dB (A), so sieht das erst mal nicht so gravierend aus.
Doch die Differenz ist eklatant. Das menschliche Ohr kann selbst ungeübt Lautstärkeunterschiede von einem halben dB wahrnehmen. Für die Wahrnehmung gelten rund 10 dB mehr als doppelte Lautstärke. Doch tatsächlich ist das Ohr weitaus empfindlicher. Bereits 3 dB Differenz erhöhen die Schallintensität auf das Trommelfell auf das Doppelte.
Es wird deutlich, dass ein Gerät mit 47 dB (A) für das Gehör ein Krachmacher ist. Dazu kommt noch die nachhaltige Wirkung auf die Konzentrationsfähigkeit. Eine dauerhafte Lärmbelästigung von 40 dB und mehr kann sich sehr problematisch auf das Gehirn auswirken, wenn, während die Maschine läuft, die Konzentration gefordert ist (etwa beim Zeitungslesen, bei Hausaufgaben usw.).
Miele ist hier Vorreiter und doch muss man kritisieren, dass noch viel zu wenig dafür getan wird, dass Geschirrspüler leiser werden. Das Ziel wäre ein maximaler Betriebslärm von 35 dB (A).
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