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Infos zum Artikel
| Autor: |
Tobias Kasprak |
| Datum: |
12.10.2009 |
| Views: |
1420 |
Bewertung
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Bewertung des Artikels Durchschnittlich 2 von 5 bei 11 Bewertung(en) |
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Übergewicht und dessen Folgen |
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In Deutschland leiden mittlerweile nahezu 50% aller Erwachsenen an Übergewicht. Im Kindesalter sind es immerhin bereits 30%. Bei vielen Betroffen ist der Grad des Übergewichts bereits soweit fortgeschritten, dass eine Besserung fast aussichtslos, und nur mit medizinischer Betreuung möglich ist. Bei dieser starken Form des Übergewichts, fachl. Adipositas, ist es meist nicht das Übergewicht selbst das schwerwiegende Problem, sondern die einhergehenden Folgeerkrankungen. Dazu zählen in erster Linie Diabetes und Erkrankungen des Herz- Kreislauf- Systems. Letzere sind verantwortlich für die Todesursache Nr. 1 in Deutschland. In fast allen Fällen ist Übergewicht und Adipositas bedingt durch falsche Ernährung und mangelnde bis hin zu keiner Bewegung. Das Übergewicht wird in der Regel mit einem einfachen Verfahren, dem Body Mass Index (kurz: BMI) bestimmt. Dabei wird das Körpergewicht im Verhältnis zur Körpergröße gestellt. Problematisch ist dabei jedoch, dass der Körperfettanteil, der das entscheidende Kriterium für Übergewicht darstellt, nicht mit einbezogen wird. Somit leiden fast alle Boxer der höheren Gewichtsklasse und die meisten Kraftsportler laut BMI an Übergewicht. Bei der Kontrolle des Körpergewichts sollte folglich immer der Körperfettanteil mit inbegriffen werden. Besonders bei Abnehmern stellt der Körperfettanteil eine bessere Kontrolle dar. Warum? Beginnt man mit Sport, ist dies immer auch mit einem Wachstum der Muskultur verbunden, was selbstverständlich zu einem Anstieg der Muskelmasse und dementsprechend auch zum Anstieg des Körpergewichts kommt. Erst nach einer gewissen Zeit ist der Grundumsatz soweit hochgefahren, dass der Körper über den Tag verteilt mehr Fett verbrennt, und der Körper langfristig an Gewicht verliert. Bei der Kontrolle des Körperfettanteils ist der Einsatz einer einzigen Waage empfehlenswert, da bei digitalen Körperfettmesswaagen durchaus Unterschiede vorhanden sind.
Leidet ein Patient an adipös bedingtes Übergewicht, ist eine ärztlich kontrollierte langfristige Gewichtsabnahme dringend ratsam. Dabei sollte jedoch in erster Linie nicht die tägliche Kalorienzufuhr drastisch gesenkt werden, da der Körper schnell auf diesen Mangelzustand reagieren kann und den täglichen Grundumsatz drastisch reduziert. Besser ist eine Anhebung des Arbeitsumsatzes durch regelmäßige sportliche Betätigung. Wichtig ist dabei, dass das Sportprogramm an die jeweilige Leistungsvoraussetzung des Sportlers angepasst wird. Patienten, die an starkem Übergewicht leiden, sollten auf Gelenkbelastende Sportarten wie joggen verzichten. Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking ist eher geeignet. Ein besonders effektiver Trainingsplan gegen bestehendes Übergewicht integriert immer ein gewisses Maß an Krafttraining. Durch einen gezielten Muskelaufbau wird langfristig mehr Fett verbrannt, denn nur Muskulatur ist in der Lage körpereigenes Fett in Energie umzuwandeln. Auch vor propagierten Radikaldiäten ist dringend abzuraten, da eine Diät immer mit einem massiven Eingriff in den Energiehaushalt verbunden ist. Die meisten an Übergewicht leidenden Patienten haben schon viele Diäten hinter sich und leiden immer noch an den Folgen des JoJo- Effekts.
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