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Autor: Andreas Mettler
Datum: 08.03.2012
Views: 1973
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Tiefkühlweltmeister

In Deutschland verzehrt jeder Einwohner im Durchschnitt pro Jahr annähernd 40kg Tiefkühlkost. Erstaunlicherweise fällt ein Großteil der Tiefkühlkost nicht auf Gemüse, wie man annehmen könnte, sondern auf Backwaren, die fast ausschließlich nur noch als Tiefkühlwaren gekauft werden. Die Bedeutung von Tiefkühlwaren in der täglichen Ernährung der meisten Menschen ist äußerst relevant. Das sieht man insbesondere daran, dass bei der Einführung der Tiefkühlkost ein werbetechnisch sehr raffiniertes Produkt entwickelt wurde, das TV-Dinner hieß. Es handelte sich dabei um einen Aluminiumteller, der in einzelne „Abteilungen“ abgeteilt war, die zusammen eine vollwertige Mahlzeit ergaben.

Es wurde so vermarktet, dass Familien dieses Tiefkühlessen im Tischbackofen erhitzten und es dann gemeinsam beim Fernsehschauen verzehrten. Der Erfolg war enorm und die Verkaufszahlen sprengten selbst die optimistischen Erwartungen. Das war jedoch in den fünfziger Jahren. Doch auch heute noch ist das Tiefkühlen das gängige Verfahren, um Nahrungsmittel zu konservieren. Tiefgekühlte Produkte kann man nur im Kühlraum aufbewahren, wobei die so genannte Tiefkühlkette nicht unterbrochen werden darf. Die Tiefkühlung wird inzwischen in der Industrie durch Schockgefrieren vorgenommen. Dabei wird das Produkt in sehr kurzer Zeit auf eine Temperatur weit unter -15 Grad heruntergekühlt. Dieses Verfahren gilt als das schonendste, denn es zerstört weder die Membran noch die Zellwände des Produktes. Dadurch bleibt es vitaminreich und nährstoffreich und entwickelt ein Aroma ähnlich jenem frischer Produkte. Das große Problem bei Gefrieren besteht darin, dass das Wasser in dem Produkt sowie die Zellflüssigkeit große Eiskristalle bilden und bei Lebensmitteln, deren Zelle dünne Wände haben, bewirkt das Schockgefrieren, dass es seine Konsistenz und sein Aroma weitestgehend verliert.

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