Fast hätte man es auch schon so erahnen können, aber seit längerem ist es auch wissenschaftlich erwiesen, dass das Lesen von Büchern auf Kinder einen durchweg positiven Einfluss hat – natürlich nur, sofern die Bücher auch darauf ausgelegt sind, von Kindern gelesen zu werden und es sich nicht gerade um das kommunistische Manuskript von Karl Marx handelt, was dem Kind in der 2. Klasse bereits als Nachtlektüre ans Herz gelegt wird. Abgesehen davon spielt es tatsächlich gesehen gar keine Rolle, was für Geschichten die Kleinen lesen, denn obwohl die Geschichten aus den Kinderbüchern für die meisten Erwachsenen keinen nennenswerten inhaltlichen Wert besitzen, ist das Lesen derartiger kindlichen Geschichten aus verschiedenen Gründen für die Kinder von Vorteil.
Zum einen natürlich aus dem offensichtlichen Grunde, dass die Kinder das lesen Lernen – im späteren Verlauf ihres Lebens werden sie immer wieder mit Texten konfrontiert werden, die sie lesen und verstehen lernen müssen. Zum anderen lernen die Kinder auch ihre Vorstellungskraft auszubauen und Geschichten nachzuvollziehen. Konkret bedeutet dies, dass Kinderbücher lesen auf sehr naive Art und Weise Kindern beibringt, sich mit den Weltanschauungen und Ansichten anderer auseinanderzusetzen, egal wie kindlich und naiv diese auch sein mögen und sich natürlich massiv von dem unterscheiden, was einem bei einer Diskussion im späteren Leben erwarten wird. Dennoch ist es ein Anfang und Eltern tun gut daran, ihren Kindern diesen nicht unnötig zu erschweren, indem sie ihre Kinder vor den Fernseher setzen, anstatt mit ihnen ein Kinderbuch zu lesen. Wie so vieles lesen die Kinder nämlich zu Beginn immer noch am liebsten zusammen mit ihren Eltern.
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