Artikel veröffentlichen Meistgelesene Artikel Bestbewertete Artikel Artikel abonnieren

Infos zum Artikel
Autor: Stefanie Sperling
Datum: 27.01.2010
Views: 1931
Bewertung
Unsere Leser bewerten diesen Artikel mit 2 von 5 Sternen
Bewertung des Artikels
Durchschnittlich 2 von 5
bei 11 Bewertung(en)

Das perfekte Büro

Der aufstrebende junge Architekt Heiko M. plante seit langem, sich selbstständig zu machen. Nach seinem Studium hatte er für 5 Jahre bei einem großen Architekturbüro gearbeitet, doch nun sah er die Zeit gekommen, seine eigenen Wege zu gehen. Einen festen Kundenstamm hatte er sich mittlerweile aufgebaut. Das Einzige was fehlte, waren die passenden Büroräume in München. Da Heiko M. erst am Beginn seiner Karriere stand, sollten diese nicht zu teuer sein. Eine zentrale Lage ist für ihn dennoch wichtig, seine Kunden sollen ihn schließlich gut erreichen können. Und nicht zuletzt ist das Büro eines Architekten gewissermaßen auch Teil seiner „Visitenkarte“. Es sollte den Besuchern vermitteln, für welchen Stil ihr potentieller Bauleiter steht. Deswegen suchte Heiko M. Büroräume, die auch in repräsentativer Hinsicht etwas zu bieten hatten. Leider stellte sich die Suche schwieriger dar, als er anfangs dachte. Münchens Mietmarkt ist berüchtigt und obwohl auch hier inzwischen die Nachfrage sinkt, lagen alle interessanten Objekte weit über Heikos Kostenlimit. Alles, was er über Zeitungsannoncen sonst finden konnte und seinen finanziellen Rahmen nicht sprengte, kam für ihn nicht in Frage. Unattraktive 60-er Jahre-Bauten oder dunkle, beengende Räumlichkeiten im „Souterrain“ wollte er seinen Kunden nicht antun. Und auch Heiko selbst wollte sich in seinem neuen Büro wohl fühlen. Denn wie sollte er kreativ sein und außergewöhnliche Entwürfe und Designs entwerfen, wenn er dabei in einem senfgelb gestrichenen Zimmerchen mit niedrigen Decken und Graffitis an den Außenwänden sitzen würde? Schließlich brachte ihn eine Bekannte auf die Idee nicht nur die Annoncen für Büroräume in Betracht zu ziehen, sondern auch die Gewerbeimmobilien Angebote zu studieren. Schließlich stieß Heiko auf eine Anzeige, die sich interessant anhörte. Doch es handelte sich hierbei nicht um ein klassisches Büro, sondern eine alte Lagerhalle in der Nähe des Münchner Ostbahnhofs, die als Ausstellungsraum angeboten wurde. Heiko M. beschloss, dem Objekt eine Chance zu geben. Nach der Besichtigung war er hellauf begeistert. Groß, hell und neu gestrichen war die Halle und da sie für Ausstellungen vermietet werden sollte, hatte der Vermieter auch für die Beheizung gesorgt. Und eigentlich fand Heiko M., dass das leicht „trashige“ Ambiente nicht nur modern, sondern auch stylish war und gut zu einem jungen extravaganten Architekten passte. Heiko griff zu und konnte seine begeisterten Kunden bald darauf in seinem perfekten Büro begrüßen.

Top 5 Meistgelesen







 

Top 5 Bestbewertet










Copyright © 2006-2026 - stgp.org  |  Impressum | Datenschutz