Kaufen Sie sich ein Guthaben, das sie anschließend abtelefonieren können, verzichten sie auf eine Grundgebühr und eine Mindestlaufzeit, seien Sie unabhängig. All das geht mit einem Prepaid-Handy. Allerdings können die Gesprächsgebühren etwas teurer sein als bei einem Vertrag, aber zur Zeit stagnieren die Preise auf diesem Gebiet stark, so dass sich ein Vergleich lohnt. Vor allem seitdem das Guthaben nicht mehr in einer bestimmten Zeitspanne abtelefoniert werden muss wie noch vor kurzem, sondern unbegrenzt gültig ist, konkurriert die Prepaidbranche auf gleichem Level mit den Vertragshandys. Sollte ihr Guthaben einmal aufgebraucht sein, sind sie trotzdem immer noch erreichbar und können auch noch Notrufnummern anrufen.
Allerdings erhalten sie beim Kauf einer Prepaidkarte nicht wie beim Vertrag ein subventioniertes Handy mit dazu, sondern müssen dieses selbst erwerben. Das kann etwas teurer werden. Ohne Handy sind Prepaidkarten ab 15-20€ zu bekommen, erwirbt man ein Handy dazu, erhält man häufig ein Startguthaben. Haben sie ein Prepaidhandy erworben, können sie es zunächst nur mit der mitgelieferten SIM-Karte nutzen, da die Netzbetreiber die Telefone mit einer Sperre versehen, die verhindert, dass die Kunden die Handys auch mit anderen Karten verwenden. Für rund 100€ können sie ihr Telefon allerdings entsperren lassen oder die Karte einfach 24 Monate verwenden, dann erhalten sie den Entsperrcode dazu.
Neuere Entwicklungen
Mittlerweile gibt es sogar sog. Postpaid-Karten, die sich kaum noch von Handyverträgen unterscheiden. Hierbei können sie ebenfalls zu den Prepaidtarifen ohne Vertrag und Mindestlaufzeit telefonieren und anschließend die Gebühren vom Konto abbuchen lassen.
Seit dem Jahr 2005 drängen verstärkt die sog. Prepaid-Discounter wie Tchibo oder Aldi auf den Mobilfunkmarkt. Dabei werden einheitliche Minutenpreise in alle Netze angeboten (liegen inzwischen bei etwa 14 Cent) und im eigenen Netz kann man noch günstiger telefonieren.
Für wen lohnt sich das?
Ein Prepaidhandy ist vor allem für Kunden gedacht, die ihre Handygebühren fest im Griff haben wollen und auf monatliche Fixkosten verzichten wollen. Vor allem Wenigtelefonierer können von den Prepaidtarifen profitieren. Sie sparen so die Grundgebühr und können ohne Bindung unabhängig telefonieren. Auch für Menschen, denen ein Handyvertrag, z. B. durch negative Schufa-Einträge verwehrt blieb, ist ein Prepaidhandy eine gute Alternative.
Da aber der Tarifdschungel auch im Prepaid-Bereich enorm zunimmt, kommen sie bei der Auswahl des besten Angebots an einem ausführlichen Vergleich nicht vorbei.
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