Artikel veröffentlichen Meistgelesene Artikel Bestbewertete Artikel Artikel abonnieren

Infos zum Artikel
Autor: Kaipo Steffen
Datum: 08.11.2015
Views: 2492
Bewertung
Bisher nicht bewertet
Bewertung des Artikels
Durchschnittlich 0 von 5
bei 0 Bewertung(en)

PC Gaming mit Zukunft

Eintönige kommerzielle Games und ein effektives Marketing für Konsolen zwingen den Gaming PC zu einem scheinbaren Rückzug, doch tatsächlich ist er gefragter denn je. Technische Innovationen, die derzeit noch ausreifen, werden den Spiele-Computer in nächster Zukunft an die Spitze katapultieren, so dass sogar eingefleischte Konsolenspieler und Mobile-Gamer auf das Zocken mit dem Gaming PC umschwenken werden. Hier ist ein Überblick der bedeutendsten Gaming Visionen.

Cloud Gaming

Visionäre wie auch Aktivisten sehen im Cloud Gaming bereits seit einigen Jahren eine revolutionäre Technologie für die Zukunft des Gamings am Computer. Beim Cloud Gaming können sich Gamer aus der ganzen Welt per Streaming treffen, um zu spielen oder zu chatten. Der Anwender muss das Spiel dabei nicht physikalisch speichern, vielmehr liegt das Hosting der Spiele dabei bei einem externen Server. Der Gamer PC leitet die Nutzerbefehle an diesen Server weiter, der dann das dazu passende Bild und den Sound erzeugt. Das Streaming funktioniert also ähnlich wie bei Musik- und Videotransfers, allerdings ist die zu übertragende Datenmenge beim Gaming um einiges grösser, es ist also eine extrem schnelle Internetverbindung nötig.
Die Pioniere Gaikai und OnLive sind vor ein paar Jahren mit ihren ersten Online-Versuchen gescheitert, Sony hat die beiden Firmen aufgekauft und deren Arbeit in die PlayStation Now eingebunden. Auch andere Hersteller konnten ihren ersten Vorstoss nicht marktfähig machen. Trotz allem ist das enorme Potential des Cloud Gamings mit dem Gaming PC auf lange Sicht durchaus nicht zu unterschätzen. Die Beschränkungen bei der Übertragungsgeschwindigkeit und beim Breitbandausbau werden an manchen Orten aber noch für sicherlich ein Jahrzehnt Verzögerungen mit sich bringen, bevor die Anwender über Cloud-Anbieter latenzfrei am Gaming PC zocken können und der PC dabei Millisekunden-genau auf Befehle reagiert. Ist diese Herausforderung erst einmal bewältigt, dann kommt der vielversprechenden Zukunft des Cloud Gamings nichts mehr in die Quere.
Das Cloud Gaming mit dem Gaming PC erspart den Spielern auch hohe Kosten, die sie nicht für Spiele aufwenden müssen. Durch eine Plattform-übergreifende Nutzung lassen sich etwa die alten Nintendo und Playstation-Klassiker streamen und über die Cloud auf dem Tablet oder Smartphone spielen.

Remote Gaming

Eine weitere überzeugende Methode für Spiele am Gaming PC ist das Remote Gaming. Hier werden Grafik und Ton über ein Netzwerk von dem Gaming PC auf andere Endgeräte übertragen und dort gestreamt. Dabei müssen nicht einmal die Betriebssysteme von Gaming PC und den anderen Geräten übereinstimmen. Pionier auf diesem Gebiet ist vor allem die Steam-Plattform von Valve mit ihrer In-Home-Streaming-Technologie.

Virtual Reality

Grosse Chancen für den Gaming PC bieten sich auch mit der Technologie der Virtual Reality, auch mit VR bezeichnet. Sie simuliert in Echtzeit eine faszinierende dreidimensionale Welt, die der Spieler im Idealfall durch eine Cyberbrille betrachtet. Die Vorreiter solcher Brillen sind etwa die Oculus Rift, die seit einiger Zeit Facebook gehört, oder die von HTC zusammen mit Steam entwickelte Vive. Die Vive kann eine Veränderung des Blickwinkels der Figur allein durch eine Kopfdrehung steuern, nicht wie zuvor nur mit der Maus oder dem Controller. Die Oculus Rift ist hauptsächlich auf Spieler mit einem Gamer PC und Windows 10 und auf Nutzer der XBox One spezialisiert. Eine VR-Brille kostet etwa 400 bis 500 Euro. Nutzer mobiler Spiele-Systeme etwa am Smartphone können die VR-Brille für ungefähr 100 Euro erwerben, wie die Samsung Gear VR. Die Virtual Reality-Technologie wird sich zunächst ausser am Gaming PC auch bei Konsolen durchsetzen. PlayStation etwa bringt in der folgenden Konsolengeneration als Nachfolgemodell der PlayStation 4 die PlayStation VR (PS VR) auf den Markt, bei der die Spieler neue Spielerlebnisse wahrnehmen und sich in den Spielszenen physisch anwesend fühlen. Die Spiele-Hersteller konzentrieren sich sicherlich zunächst darauf, mit der PlayStation VR kompatible Spiele zu entwickeln. Längerfristig betrachtet werden die Konsolen aber keine Rolle spielen, sogar die Hersteller der Konsolen wie etwa Sony werden die Entwicklung von Heimkonsolen einstellen und zum Cloud Gaming übergehen.
Einen möglichen Nachteil hat die VR-Brillen-Technologie jedoch, er besteht in der so genannten Motion Sickness. Dabei kann der Spieler vor dem Gaming PC seine Orientierung verlieren, Testpersonen wurde teilweise übel und schwindelig bei der Darstellung von bewegten Welten mit senkrechten Sprüngen in der Spielszene, wenn gleichzeitig der eigene Gleichgewichtssinn lediglich eine Kopfbewegung feststellen kann. Diese Gefahr von Motion Sickness lässt sich reduzieren, wenn die Framerate oder Bildwiederholfrequenz dauerhaft hoch ist und sich die VR-Bildbewegungen durch den Kopf so gering wie möglich halten. Auch Pausen zwischendurch helfen bei der Vorbeugung.
Die neuen Steuerungsmöglichkeiten werden natürlich den Preis für die dedizierten VR-Spiele gegenüber einem normalen Konsolen- oder PC-Spiel erheblich in die Höhe treiben.

Die Zukunft der Games

Kostenlose Games sind am beliebtesten in der Gaming-Community. Durchgesetzt hat sich hier vor allem das Freemium-Modell, das Nutzern die kostenlose Verwendung von Spielen erlaubt, wobei sie aber für die Spielfiguren und hochwertige Gegenstände zahlen müssen. In Zukunft werden den Spiele-Markt Free-to-Play-Spiele in Verbindung mit Advertising und Social Media-Games dominieren.

Social Media Games

Früher hat jeder einzelne Spieler passiv darauf gewartet, das ein Spiele-Entwickler seinen nächsten Blockbuster in den Verkauf gibt. Heute gewinnt die soziale Komponente immer mehr an Bedeutung für die erfolgreiche Vermarktung eines Spiels. Besonders komplexe moderne Spiele müssen dem Gamer mit Gaming PC die Möglichkeit bieten, durch soziale Netzwerke mit anderen in Kontakt zu treten, es muss also eine unmittelbare Facebook- sowie Twitter-Einbindung existieren. Auch möchten die Nutzer die Spiele mehr mitbestimmen und mitgestalten. Der Anwender möchte an seinem Gaming PC Inhalte selbst kreieren, etwa seine eigenen Soundtrack-Produktionen gestalten, mit der Moderator-Funktion mitbestimmen oder eigene Level entwickeln. Prinzipiell entspricht dies dem Modding, einer klassischen Methode, bei der die Spieler selber Spiele-Erweiterungen auf dem Gaming PC installieren. Die Einbeziehung sozialer Netzwerke wird dies immer mehr ausbauen und popularisieren. Crowdfunding-Plattformen sorgen dabei oft für die Finanzierung.

Advertising-Games

Als Zukunftsvision gelten Spiele, die kostenlos sind und sich durch die integrierte Werbung selbst finanzieren. Die vielen kostenlosen Spiele auf dem Markt erschweren es den Anbietern, Konsumenten im grossen Stil zum Kauf von teuren Games zwischen 50 und 80 Euro zu bewegen. Auch meiden die Spieler mit Gaming PC selbst geringe Investitionen von unter einem Euro, was oft auf unsichere oder komplizierte Bezahlsysteme zurückzuführen ist oder aber darauf, dass der angebotene Wert vorab schlecht einzuschätzen ist. Finanziert der Hersteller seine Entwicklungskosten ganz oder teilweise durch Werbung, kann der Gamer das Spiel sofort ohne Kosten nutzen und muss dafür die gelegentlichen Werbeeinblendungen in Kauf nehmen.

Fazit

Für Gamer sieht die Zukunft sehr gut aus. Die VR-Brillen-Technologie wird sich schon bald massenhaft am Markt durchsetzen, gleichzeitig schreitet die Entwicklung der VR-kompatiblen Spiele voran. Ist in Deutschland erst ein superschnelles, flächendeckendes Breitbandnetz etabliert, können sich die Gamer durch Remote Gaming und besonders durch Cloud Gaming auf atemberaubende Spielerlebnisse freuen, kombiniert mit den Vorzügen der sozialen Verbundenheit.

https://gaming-pc24.de/.

Top 5 Meistgelesen







 

Top 5 Bestbewertet







 



Copyright © 2006-2017 - stgp.org  |  Impressum | Datenschutz