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Autor: Colfu
Datum: 24.11.2011
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Fahrtenbuch - Betriebskontrolle und Steuerersparnis

Mit einem Fahrtenbuch werden zunächst in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle Steuern gespart. Es gibt zwar die Möglichkeit, ein überwiegend betrieblich genutztes Fahrzeug über die Pauschalwertmethode steuerlich zu erfassen. Hierbei wird ein Prozent vom Bruttolistenpreis pro Monat als geldwerter Vorteil versteuert, während die gesamten Betriebskosten inklusive Leasingrate oder Abschreibung steuerlich geltend gemacht werden. Diese Methode setzt allerdings voraus, dass das Fahrzeug überwiegend (mehr als 50 Prozent) dienstlich gefahren wird, was auch strittig sein kann. Selbst in diesem Fall wäre ein Fahrtenbuch aus steuerlicher Sicht die günstigere Rechenvariante, sobald es sich um ein relativ neues, dabei sehr stark betrieblich genutztes Fahrzeug handelt. Lediglich bei sehr alten, im Grunde abgeschriebenen Fahrzeugen, die recht stark privat genutzt werden, aber nicht über 50 Prozent, kann die Pauschalwertmethode günstiger sein als ein Fahrtenbuch. Wenn ein Fahrzeug nicht überwiegend dienstlich genutzt wird, kann es zwar zum gewillkürten Betriebsvermögen gezählt werden, für das steuerliche Geltendmachen von betrieblichen Fahrtkosten muss dann aber zwingend ein Fahrtenbuch geführt werden.

Abseits der steuerlichen Abrechnung hat das Fahrtenbuch aus rein betrieblicher Sicht viele Vorzüge. Denn viele Selbstständige und selbst größere Unternehmen erlangen nur über ein Fahrtenbuch einen wirklichen Überblick über ihre betrieblichen Fahrtkosten. Diese müssen jedoch bekannt sein, um auch betriebsintern genau zu kalkulieren und sich Klarheit darüber zu verschaffen, wann Fahrtzeuge beispielsweise definitiv abgeschrieben sind und welcher Betrag für eine Neuanschaffung erspart werden muss. Die Fahrtkosten ergeben sich nicht nur aus Kraftstoff-, Wartungs- und Versicherungskosten, sondern auch aus dem Wertverlust eines Fahrzeuges aufgrund der gefahrenen Kilometer. Dieser Wertverlust macht sogar neben den reinen Kraftstoffkosten den größten Anteil an den geschätzten Fahrtkosten von rund 30 Cent pro Kilometer für einen kleineren Mittelklassewagen aus (die auch das Finanzamt im Zuge der Fahrtkostenpauschale anerkennt). In der Praxis täuschen sich gerade Selbstständige mit der klassischen Mischnutzung ihres Wagens für dienstliche und private Zwecke über das tatsächliche Ausmaß ihrer betrieblich verursachten Kosten. Hier ist das Fahrtenbuch sehr hilfreich.

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